Inkompetente Mitarbeiterinnen auf Eliteschule

In einem Sportinternat hatte sich ein Missbrauchsfall zwischen Jugendlichen ereignet. Die Opfer wandten sich daraufhin an eine Erzieherin, die aber nichts unternahm.

Erst 14 Tage später forderte ein weiterer Mitarbeiter die Heimleitung auf, endlich etwas zu unternehmen, bevor sich Täter und Opfer nach den Ferien wieder begegnen. Dann endlich kam der Stein ins rollen.

Fünf Mitarbeiter der Potsdamer Eliteschule des Sports und des Internats suspendiert
Die Potsdamer Staatsanwaltschaft ermittelt gegen zwei Elftklässler der „Eliteschule des Sports“ im Potsdamer Luftschiffhafen. Ihnen wird sexuelle Nöti­gung vorgeworfen, sie sollen zwei jüngere Mitbewohner des Internats in der Nacht zum 28. September aufgesucht und misshandelt haben. Eines der Opfer schrieb für seine Erzieherin auf einen Zettel, die Großen hätten ihn festgehalten, einen Besenstiel ins Gesäß geschoben, gekitzelt. Die Frau schickte den verwirrten Jungen zurück auf sein Zimmer. Nachtruhe. Von da an waren Heimleitung und Trainer im Bilde. Doch keiner meldete den Fall bei den zuständigen Behörden.

[..]Erst nach 14 Tagen forderte ein couragierter Mitarbeiter des Heims seine Vorgesetzten auf, endlich aktiv zu werden, bevor Täter und Opfer aus den Herbstferien zurückkämen. Erst da wurden die Eltern informiert, sie erstatteten sofort Strafanzeigen. Nachdem die MAZ den Fall am Dien­stag bekannt machte, sind die Heimleiterin und ihre beiden Stellvertrete­rinnen sowie die Erzieherin, der sich der Junge anvertraut hatte, mit sofor­tiger Wirkung vom Dienst suspendiert worden. Auch der für die Achtkläss­ler zuständige Landestrainer ist bis zur Klärung der Vorwürfe freigestellt. Die mutmaßlichen Täter haben inzwischen Hausverbot für das Internat und sind vom Unterricht ausgeschlossen. Märkische Allgemeine

3 Kommentare.

  1. Inkompetent ist das falsche Wort, eher unfähig. Wer bei solchen Anschuldigungen nichts unternimmt darf nie wieder Verantwortung für Kinder und Jugendliche bekommen.

  2. ZITAT
    „Erst nach 14 Tagen forderte ein couragierter Mitarbeiter des Heims seine Vorgesetzten auf, endlich aktiv zu werden,……“

    Es würde mich auch nicht wundern, wenn der Mitarbeiter dafür gefeuert wird, so etwas von den Vorgesetzten zu verlangen!

  3. Es gibt offenbar kein Opfer, weil es sich nur um Jungs handelt. Die haben aber
    das Täter-Gen, können also gar nicht Opfer sein. Die Heimleiter_In konnte also
    gar nichts tun.

    Ja, wenn da Mädchen betroffen gewesen wären, da hättest du aber mal eine
    Heimleiter_In im Quadrat springen sehen. Himmel und Hölle hätte sie in Bewegung
    gesetzt samt Exclusiv-Interview bei BILD.

    Aber so? Sie musste ja erst mal mit ihren kognitiven Dissonanzen fertig werden.
    Sicher lässt sie sich jetzt krank schreiben und psychotherapisieren, am Besten
    für einige Monate in einer Klinik. Nur so wird ihr Gehirn in der Lage sein, diese
    sich widersprechenden Informationen über Täter-/Opfergeschlecht zu verarbeiten.

    Es wird schwierig genug! Sie braucht dazu eine sehr erfahrene Therapeut_In, die
    sie nur mit sehr viel weiblicher Empathie aus dieser Traumatisierung wieder wird
    befreien können.

    Gruß
    adler