Diskriminierung von Männern beschlossen

feminismus-schlaegt-mit-hammer-auf-menschenrechte1 Auch der gestrige Beitrag von Informant im WGvdL-Forum „EU – Positive Diskriminierung von Männern beschlossen!“ hat mich umgehauen [hier]

Ob jetzt 30 oder 40% Frauen in der Politik sind, inte­res­siert mich im Grunde genommen überhaupt nicht, weil alle Politiker lügen. Aber die Unverfrorenheit bei der For­derung, das die Verfassung in allen Mitgliedsstaaten geändert werden muss, damit Männer positiv diskriminiert werden können, schlägt dem Fass den Boden aus. Im verlinkten Beitrag schreibt der Rechtsanwalt Schulte-Frohlinde zum Schluss:

Der extremistische Feminismus sucht damit nach der Familie nun auch die politischen Grundlagen der Gesellschaft zu zerstören. Spätestens dann aber sollte eine größere Zahl von Männern in diesem Land be­grei­fen, dass die natürlichen Väter nur die ersten Opfer einer Maschinerie sind, die zunehmend Demokratie, Rechtsprechung und die Freiheit der Information außer Kraft setzt [hier]

Im Moment geht es in der EU „nur“ um Frauenquoten, aber um was geht es in der Zu­kunft? Wo und wann dürfen Männer weiter diskriminiert werden? Das schlimme an der gegenwärtigen Situation ist die Tatsache, das die meisten – Männer und Frauen – dieses noch nicht einmal merken. Als Anfang dieser Woche in der Welt ein Artikel über „Haiti am Nullpunkt wie Deutschland nach dem Krieg“ veröffentlicht wurde, da regte man sich nicht etwa darüber auf, das Nahrungsmittel nur an Frauen verteilt wurde, sondern das man die Geschichte nicht vergleichen könne [hier]

Die Leute merken es einfach nicht und wenn doch, nun ja, es ist doch bekannt, das Frauen die Ärmsten der Armen sind, die stets der Hilfe bedürfen. Die Män­ner­ver­ach­tung in Medien und Politik zahlt sich halt langsam aus.

Ich habe mich immer gefragt, wieso Juden alles mit sich haben machen lassen. Heu­te erahne ich es langsam, denn ich denke mir, das sich keiner hat vorstellen können, das man sie vernichten will. Das ist so ein ungeheure Tatsache, das man diese heu­te wieder praktizieren kann, wenn auch zunächst „nur“ in Katas­tro­phen­ge­bie­ten. Die Vorstellungskraft eines normal empfindenden Menschen reicht dazu m.E. nicht aus. Im WGvdL-Forum hat adler zum Thema Haiti und die dortige Nah­rungs­mit­tel­ver­tei­lung nur an Frauen, einen guten Beitrag geschrieben. Ich zitiere:

Bis 26. Januar durfte Simone Pott aus Haiti als Pressesprecherin (An­mer­kung von mir: von der Welthungerhilfe) berichten. Sie tat das sehr objektiv und mit viel Verständnis für die Menschen vor Ort.

Dann kam eine Kehrtwende, wie adler richtig bemerkt und Ralph Dickerhof aus Bonn übernahm die Stelle von Simone Pott. In Bonn arbeitet Bärbel Dieckmann, die Deutschlandbeauftragte für die Welthungerhilfe und prompt findet man folgende Töne:

Unsere Erfahrung (er ist gerade mal ein paar Tage da) hat uns gezeigt, dass es hier derzeit unmöglich ist, „einfach so“ Nahrungsmittel oder eine Notausrüstung an die wirklich Bedürftigen zu verteilen, denn die können sich gegen die Stärkeren, die Dreisten, nicht durchsetzen. Und deshalb haben wir uns auch dazu entschlossen, nur an Frauen zu verteilen: Die sind vernünftiger, nicht so gewalttätig wie *sic!* [neuer Pressesprecher!] (junge) Männer – und bei ihnen sind die verteilten Waren gut auf­ge­ho­ben – so geht es einfach und gerecht zu. Von rechts kommen sie, eine nach der anderen, junge, alte, kranke Frauen und lachende Mädchen. Wir konnten die Richtigen erreichen, es lief alles ruhig und zügig ab – sehr gut! [hier]

So wird feministische bzw. Genderpolitik gemacht! Da werden alle Männer zu Gewalttätern gestempelt und schon kann man ruhigen Gewissens die Spenden alleine an Frauen verteilen.

Frauen in Haiti zunehmend Opfer von Gewalt

Informationsministerin Marie-Laurence Jocelyn Lassegue räumte kürzlich ein, dass Frauen und Kinder gefährdet seien. Die Regierung müsse sich aber zuerst um Nahrung und Obdach kümmern. Hilfsorganisationen rich­ten Schutzräume und Ausgabestellen nur für Frauen ein, damit Männer sie nicht unter Druck setzen können. Doch die Probleme sind immens [mehr]

In Europa praktiziert man die Männerdiskriminierung natürlich viel subtiler – das ist ja das Schlimme. Ein „schönes“ Beispiel dafür gibt es auf Youtube zu sehen. Viele kennen diese Otto-Werbung bereits, aber es gibt ja auch immer wieder neue Leser. In dem Film wird gezeigt, wie eine genervte Frau mit einem Otto-Katalog auf ihren am Boden liegen Mann immer wieder eindrischt [hier]

Die Kommentare zu dem Film spiegeln im übrigen sehr gut die allgemeine Meinung wieder. Der größte Teil der Schreiber ist der Meinung, das der Film ziemlich lustig ist. Vor vielen Jahren hätte ich das vermutlich auch noch so gesehen, aber mitt­ler­wei­le ist mir das Lachen vergangen.

Auf diese Art und Weise hat sich nach und nach die Männerdiskriminierung und -verachtung nicht nur in den Medien breit gemacht. Deshalb ist mir heute folgende Frage durch den Kopf gegangen: Wann wird man die ersten alleinstehenden Hartz IV. Männer „outssourcen“? Hört sich doch irgendwie super an und hat mit Ver­nich­tung nichts zu tun. Soll das Dreckspack doch schauen, wie es sich versorgt, in Deutschland gibt es schließlich weder Geld, noch Arbeit. Danach folgen dann die Hartz IV. Familienväter usw. usf. Ich könnte mir sogar vorstellen, das das noch als geniale Idee bejubelt wird, auch und vor allen Dingen von Männern.

Apropos Männer: viele von ihnen werfen anderen Männern gerne vor, das sie sich mal nicht so haben sollen und den Frauen das bisschen Bevorzugung schon gönnen sol­len oder es wird an den Humor der Männer appelliert. Wenn das alles nichts nutzt, wird vor allem von Frauen die Jammerlappenkarte gezogen. Aus allen genannten Gründen wird die Männerdiskriminierung weiter fortgeführt werden, denn noch ist ja alles nicht so schlimm – es trifft eh immer nur die anderen.

3 Kommentare.

  1. Sehr gut beobachtet! Ein interessantes und vernachlässigtes Thema. Der Vergleich „Judenverfolgung“ ist natürlich total daneben :-/ Dadurch wird dann wieder dieser – im Grunde sehr wertvolle – Diskussionsbeitrag völlig entwertet.

  2. @Draisin

    mir geht es nicht darum, Männer und Judenverfolgung gleichzusetzen. Es geht lediglich darum, den schleichenden Prozess aufzuzeigen. Da in westlichen Ländern weder Hunger, noch Elend analog den 3-Welt-Ländern herrscht, ist es hier „noch“ nicht möglich, ähnliches bei uns zu etablieren. Wenn man aber etwas nur oft genug wiederholt, dann gewöhnt man sich daran, siehe meine Anmerkung zum Welt Online Artikel.

    Gendermainstreaming ist kein Gesetz, aber ein Programm, das sich durch sämtliche Institutionen der Welt zieht. Hast Du schon von Valerie Solanas und ihrem Manifest zur Vernichtung der Männer gehört? Die EMMA hat darüber einen aufschlußreichen Artikel geschrieben http://anonym.to/?http://www.emma.de/913.html

    Als das Buch der Solanas in Schweden „endlich“ übersetzt wurde, würdigte die Taz das ebenfalls.

    Schwedische Journalistinnen schwärmen von Solanas tragisch-komischer Abrechnung mit den Männern: „Es (das Manifest) sollte wie eine Bibel in den Hotelzimmern der Welt liegen“
    [..]Die Begeisterung gilt einem Text, in dem es zusammenfassend heißt: „Männer sind besessen von Tod, Sex und Gewalt und haben ihr Recht auf Leben verwirkt“, und einer Frau, die diese Weltanschauung bei Andy Warhol fast in die Tat umsetzte. „Kein Text hat mich so verändert. Ich will so gerne mit Valerie sprechen. Ich kann nicht aufhören, an sie zu denken“, sagte Sara Stridsberg und ließ der Übersetzung des Manifests ins Schwedische 2006 den halb dokumentarischen, halb fantastischen Roman „Drömfakulteten“ folgen, für den sie im vergangenen Jahr mit dem mit 48.000 Euro dotierten „Nordiska rådets litteraturpris“ – einem der prestigeträchtigsten Literaturpreise der nordischen Länder – ausgezeichnet worden ist.

    http://www.taz.de/1/leben/buch/artikel/1/comeback-der-intellektuellen-hure/

    Die Artikel habe ich im übrigen bei Arne Hoffmann im Genderamablog gefunden http://genderama.blogspot.com/2008/11/manifest-der-gesellschaft-zur.html

    Wie verkommen müssen solche Frauen sein, das sie ein Pamphlet über die Vernichtung von Männern bejubeln?

    Gruß – Christine

  3. Ich möchte nur mal wissen, was passieren würde, wenn die Verteilung der Hilfen so gestaltet werden würde, dass die Frauen nichts bekommen…
    „Positive Diskriminierung“ hat m.E. das Potential zum Unwort des Jahres.

    Viele Grüße
    Yaselle